Wolfgang Hadamitzky


Japanbezogene Lehrmaterialien, Wörterbücher und Bibliografien



Radikaltafeln


Die Radikaltafel und die Regeln für die Radikalbestimmung bilden die beiden Hauptbestandteile von Radikalsystemen in Zeichenwörterbüchern. In der Radikaltafel eines Wörterbuchs findet man alle Zeichen und Zeichenbestandteile, die als Radikal verwendet werden. Die Tafel dient vor allem als Index: Bei jedem Radikal und dessen Variante ist die Stelle angegeben, an der die Einträge aller Zeichen beginnen, die unter dem betreffenden Radikal aufgeführt sind.

Auf dieser Seite finden Sie jeweils ein Beispiel für eine Radikaltafel mit den traditionellen 214 und den 79 Radikalen. Die Tafeln sind den beiden umfangreichsten japanisch-deutschen Zeichenwörterbüchern entnommen.



Wolfgang Wernecke und Rudolf Hartmann: Japanisch-deutsches Zeichenlexikon.
5. Aufl. Leipzig, Berlin usw.: Langenscheidt, Verlag Enzyklopädie 1994
1. Aufl. Leipzig: Verlag Enzyklopädie 1977




Anmerkung

Die doppelseitige Tafel „Radikalzeichen“ enthält die 214 Radikale mit Varianten in ihrer traditionellen Anordnung: auf der obersten Ebene nach ansteigender Strichzahl, bei gleicher Strichzahl ohne erkennbare Ordnung. Die Radikale sind von 1 bis 214 durchnummeriert. Bei Radikalen, die außerhalb der Nummernfolge erscheinen, handelt es sich um Varianten, deren Grundform unter der gleichen, laufenden Nummer zu finden ist.



Wolfgang Hadamitzky u. a.: Großwörterbuch Japanisch-Deutsch.
Berlin usw.: Langenscheidt 1997




Anmerkung

Die beiden Tafeln verzeichnen die 79 Radikale ohne bzw. mit Varianten nach ansteigender Strichzahl. Radikale mit gleicher Strichzahl sind nach der Position geordnet, die sie in der Regel in einem Kanji einnehmen, in der Reihenfolge: links, rechts, oben, unten, Umschließung. Bei gleicher Position sind zuerst die häufiger vorkommenden Radikale aufgeführt.

Jedem Radikal ist eine Zahl-Buchstabe-Kombination als Radikalname zugeordnet. Die Zahl (2 bis 11) steht für die Anzahl der Striche, aus denen das Radikal besteht, der Buchstabe dient zur weiteren Untergliederung von Radikalen mit gleicher Strichzahl. Das erste Radikal hat den Namen 2a, das letzte den Namen 11b. Über seine Indexfunktion hinaus ist der Radikalname jeweils Teil der Bezeichnung aller Stichzeichen mit diesem Radikal, wie z.B. in dem Zeichen 休 2a4.2: 2a steht für das Radikal 亻, 4 für die Reststrichzahl, 2 für die laufende Nummer. Damit enthält der Zeichenname 2a4.2 folgende Informationen: Das Zeichen hat als Radikal 2a (es besteht aus zwei Strichen und steht in der Regel links), die Reststrichzahl beträgt 4 (die Gesamtstrichzahl 6), es steht an zweiter Stelle aller Zeichen mit dem gleichen Radikal und mit gleicher Reststrichzahl.

Beide 79-Radikale-Tafeln werden auch im Japanisch-deutschen Zeichenwörterbuch, in Japanese, Chinese, and Korean Surnames and How to Read Them und in Kanji & Kana 1 (für den Radikal-Index) verwendet.


Juli 2005, W.H.





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